Der italienische Aktien-Index Mibtel ist im letzten Jahr um 49,6% gefallen und liegt ziemlich genau dort, wo er vor zehn Jahren war - lese ich heute in der Zeitung. Der Weihnachtskonsum ist um rund 20% eingebrochen (gut verkaufen sich nur noch High-Tech und Luxusartikel), und die Superreichen sind nur noch sehr reich. Denn 2007 haben die betroffenen Dynastien durchschnittlich etwa die Hälfte ihres Vermögens eingebüßt. Platz 1 macht immer noch Fam. Rocca, die von Tenaris, mit 5284 Millionen Euro. Berlusconi bleibt weiterhin auf Platz 5. Und hier die ganze Top Twelve.
Der Zeitung entnehme ich außerdem, dass es den französisch-polnischen Börsenfuchs Romain Zaleski (2007 Platz 2, nun Platz 4) am heftigsten getroffen hat: Die Banken mussten "ein Rettungsnetz ausbreiten", um Zaleskis Juwelchen Carlo Tassara zu retten. Dicke schwarze Zahlen schreibt dagegen die umweltfreundliche Fam. Landi, die solche Dinger herstellt.
Wer aber investiert von allen das meiste Geld an der Piazza Affari? Genau, der Staat. Beteiligt an Eni, Enel, Finmeccanica und manches mehr, das kann man hier nachsehen. Alitalia nicht zu vergessen.
Insgesamt geht es uns jedoch hier in Mailand gut: Zum einen haben wir jetzt die Beckhams - wenn sie am Wochenende shoppen gehen, dann geben sie schnell 100.000 Euro aus -, zum anderen haben wir einen großartigen Erzbischof, Dionigi Kardinal Tettamanzi, der nun angekündigt hat, 1 Million Euro an Arbeitslose verteilen zu wollen. Wohlgemerkt, 1 Million Euro aus dem berühmt-berüchtigten 8 Promille, der von den meisten Italienern bei der Steuererklärung der katholischen Kirche gespendet wird, zudem aus Weihnachtsspenden und aus "persönlichem Verzicht" seiner selbst wie seiner Diözese (die ambrosianische Diözese ist angeblich das größte Bistum der Welt). Das mag nicht so toll klingen, wie es eigentlich ist. Aber denken wir bitte an die alte Ratze und an den durchschnittlichen italienischen Erzbischof, so dürfen wir für Tettamanzi sehr dankbar sein.
Amen. Ich muss jetzt los.
Der Zeitung entnehme ich außerdem, dass es den französisch-polnischen Börsenfuchs Romain Zaleski (2007 Platz 2, nun Platz 4) am heftigsten getroffen hat: Die Banken mussten "ein Rettungsnetz ausbreiten", um Zaleskis Juwelchen Carlo Tassara zu retten. Dicke schwarze Zahlen schreibt dagegen die umweltfreundliche Fam. Landi, die solche Dinger herstellt.
Wer aber investiert von allen das meiste Geld an der Piazza Affari? Genau, der Staat. Beteiligt an Eni, Enel, Finmeccanica und manches mehr, das kann man hier nachsehen. Alitalia nicht zu vergessen.
Insgesamt geht es uns jedoch hier in Mailand gut: Zum einen haben wir jetzt die Beckhams - wenn sie am Wochenende shoppen gehen, dann geben sie schnell 100.000 Euro aus -, zum anderen haben wir einen großartigen Erzbischof, Dionigi Kardinal Tettamanzi, der nun angekündigt hat, 1 Million Euro an Arbeitslose verteilen zu wollen. Wohlgemerkt, 1 Million Euro aus dem berühmt-berüchtigten 8 Promille, der von den meisten Italienern bei der Steuererklärung der katholischen Kirche gespendet wird, zudem aus Weihnachtsspenden und aus "persönlichem Verzicht" seiner selbst wie seiner Diözese (die ambrosianische Diözese ist angeblich das größte Bistum der Welt). Das mag nicht so toll klingen, wie es eigentlich ist. Aber denken wir bitte an die alte Ratze und an den durchschnittlichen italienischen Erzbischof, so dürfen wir für Tettamanzi sehr dankbar sein.
Amen. Ich muss jetzt los.
